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Karl-Heinz
Dingler
Pferde
Klangwelt
der Pferde und Natur
Tonaufnahmen: Archiv Edition AMPLE, Pavel Pelz (Titel 7 und 18)
Titelfoto: www.fotonatur.de
Dank für die freundliche Unterstützung gilt: Katherina
und Helmut Gries (Reitstall Nebel), Annett Frey (Longieren), Marianne
Niedermeir (Kaltblüter), Christina Borstel/Sabine Giese (Springtraining),
Schmid´s Horse & Cattle Ranch, Franz Sextl (Hufschmied).
Urahnen unserer Pferde sind Nordamerikaner, die sich vor
zehn Millionen Jahren nach Asien und Europa in ponygroßem Zustand
ausbreiteten. Unmittelbare Nachfahren dieser Einwanderer waren das schwere,
große und starkknochige Europäische Waldpferd (3000 Jahre
vor unserer Zeitrechnung ausgestorben), und das Eurasische Wildpferd
mit seinen Unterarten: Mongolisches Wildpferd (Przewalskipferd), Europäisches
Wildpferd (Tarpan – ausgerottet 19. Jahrhundert) und Exmoorpony.
Ursprünglich wurde das Pferd als wertvolles Fleischtier nur gejagt.
Die Domestikation erfolgte spätestens zu Beginn der Bronzezeit.
Im Iran wurde um 2800 v. Chr. die erste Reiterdarstellung auf einem
Knochen gefunden. Schon früh wurden Pferde zum Ziehen von Streitwagen
benutzt. Während die Römer erst spät die Bedeutung eines
schlagkräftigen Reiterheeres erkannten, besaßen die Germanen
gut ausgebildete Reiterheere. Im häuslichen Bereich wurden Pferde
als Arbeitstiere genutzt. Das Pferd galt in Religionen als Amme des
Menschen. Man trank Stutenmilch und daraus hergestellten Kumys. Oft
wurden sie als Träger der Seelen Verstorbener betrachtet. Viele
Götter waren beritten, andere wurden in Pferdegestalt dargestellt.
Durch den Reitsport gewinnt die Pferdezucht zunehmend an Bedeutung.
Das Pferd ist heute ein treuer und wertvoller Begleiter des Menschen
in seiner Freizeit geworden.
1 Galoppierende Herde - 4:40
Ausritt am frühen Morgen bei Sonnenaufgang. Die letzten Nebelschwaden
lichten sich – man hört typische Waldbewohner wie beispielsweise
Gesang und Rufe von Tannenmeise und Buchfink, Trommeln und Rufe des
Schwarzspechtes, Gesang eines Rotkehlchens sowie das „Bellen“
eines Rehs. Aus der Ferne nähert sich eine wilde Pferdeherde und
galoppiert eindrucksvoll vorbei. Unser Pferd schnaubt und wiehert aufgeregt
bei dieser Begegnung mit den Wildpferden.
2 Gangarten - 3:05
Im Schritt, Trab und Galopp auf Kies und anderen Untergründen nähern,
halten und entfernen sich Pferde. Am Ende reiten alle wieder gemeinsam
davon. Hoch am Himmel ruft ein Mäusebussard.
3 Grasende Pferde - 1:50
Ein Pferdepaar grast friedlich auf der Weide, begleitet vom Gesang einer
Mönchsgrasmücke.
4 Wiehern - 2:43
In den Dialog zwischen den Pferden der nahen Pferdekoppel und des Pferdestalles
mischen sich Vogel- und Froschstimmen aus dem nahe gelegenen Naturschutzgebiet.
5 Pferd und Wasser - 4:37
Voller Begeisterung stapft ein Pferd durch einen Waldweiher und spritzt
dabei den begleitenden Hund nass. Danach folgen verschiedene Flussdurchquerungen
aus der Perspektive des Reiters. Zu hören sind dabei unter anderem
ab [1:51] die Rufe einer Bachstelze, ab [2:35] der Gesang einer Wasseramsel
und ab [3:40] die Rufe einer Gebirgsstelze.
6 Galopprennen - 4:49
Auf der Galopprennbahn geht es vom Sattelplatz über den Führring
zum Rennplatz, begleitet vom [1:08] Gesang einer Amsel. Die Aufregung
und Anspannung ist bei Pferden und Reitern deutlich sichtbar. Nach dem
Aufgalopp und Boxenstart kämpfen die Pferde um den Sieg. Die große
Anstregung wird im Schnaufen des Gewinners am Ende eindrucksvoll hörbar.
7 Przewalski - 3:03
Eine Wildpferdherde mit Fohlen tummelt sich auf einer Waldwiese –
im Hintergrund der Gesang einer Amsel. Besonders auffallend sind das
Wiehern und die hellen Rufe der jungen Fohlen. Ein imposantes Schauspiel
bietet auch die galoppierende Herde. Vom Przewalskipferd Equus przewalskii
– auch Urwildpferd genannt – das ungefähr 300 kg wiegt
und eine Schulterhöhe von etwa 135 cm hat, stammt unser Hauspferd
ab.
8 Kutschfahrten - 4:12
Mit dem Gesang von Grünfink und Amsel starten wir auf einem Einspänner
ins Grüne. Danach folgen Ausflüge mit verschiedenen Kutschen
auf diversen Untergründen. Unterwegs treffen wir auch auf andere
Kutschen, die manchmal rasant an uns vorbeifahren. Den Abschluss bildet
eine wilde Kutschfahrt mit einem Mehrspänner.
9 Pferdefütterung - 3:11
Das große Fressen: Körner aus dem Napf und Heu sind sehr
beliebt.
10 Schnauben - 1:05
Das Schnauben scheint den Pferden Spaß zu machen. Wenn man das
als Mensch nachahmt, entsteht eine erstaunlich wohltuende Wirkung auf
die gesamte Gesichtsmuskulatur. Der Haussperling im Busch neben der
Pferdekoppel scheint diesen Effekt mit seinem Tschilpen ebenfalls zu
üben.
11 Kaltblütertrio - 3:43
Drei süddeutsche Kaltblüter mit ihrer Bäuerin auf dem
Weg in den Stall mit anschließender Fütterung – der
Hofhund ist natürlich mit dabei. Begrüßt wird das mächtige
Pferdetrio bei seiner Ankunft auf dem Bauernhof von Straßentauben,
Rauchschwalben und einem Hahn. Zusammen mit den Rindern im Stall fühlen
sich alle recht wohl.
12 Hufschmied - 4:46
Neue Hufeisen für das Pferd sind eine umfangreiche Prozedur: Es
wird abgezwickt, geklopft, und gefeilt. Im Ofen [ab 3:21] glüht
das Hufeisen. Rauchschwalben [ab 0:26] lassen sich dadurch nicht stören.
Auch der Hofhund lässt sich das Schauspiel nicht entgehen.
13 Longieren - 3:10
In der Pferdehalle trabt ein Pferd an der Leine seiner Trainerin im
Kreis herum und reitet jeweils etwa 1 Meter am Mikrofon vorbei. Am Ende
hält das Pferd direkt vor dem Mikrofon und schnauft.
14 Trabrennen - 3:04
Vom Start bis zum Ziel sind wir bei einem Traberrennen. Die Pferde laufen
streng im Zweitakt vor dem Sulky. Ein Nachzügler trabt allein hinter
dem Feld her.
15 Ankommende Pferde - 2:27
Neben den Schritten der ankommenden Pferde hört man das Schnaufen
und die Begrüßungsrufe anderer Pferde im Stall.
16 Im Pferdestall - 2:52
Genüsslich wird eine Karotte gefressen und Heu gekaut. Gewieher
und Huftritte sind zu hören. Eine Katze sitzt auf einem aufgehängten
Sattel an der Stallmauer und beobachtet interessiert das Geschehen.
17 Schlittenfahrt - 4:36
Unterwegs in einer tief verschneiten und einsamen Winterlandschaft.
Rufe von einem Waldkauz, Saatkrähen, Eichelhäher und Schnee-Eule
sind zu hören. Die Glocken erzeugen eine romantische Stimmung.
Nach einer anstrengenden Steigung sind am Ende aus weiter Entfernung
Wölfe zu hören – doch wir sind am Ziel.
18 Shetlandpony - 2:38
Zu hören ist der Originaltyp eines Shetlandponys mit Gewieher und
Schnauben. Danach folgt ein kleiner Spaziergang, gefolgt von einer schmackhaften
Mahlzeit.
19 Springtraining - 4:25
Auf dem Springgelände werden unter Anleitung der Trainerin verschiedene
Hürden übersprungen. Das Pferd muss dabei gut geführt
werden. Im Hintergrund sind Insekten und die Rufe eines Mäusebussards
zu hören.
20 Cutting - 2:56
In der Trainingshalle versuchen Reiter mit ihren Pferden aus einer Rinderherde
einzelne Rinder auszusondern. Volle Konzentration von Pferd und Reiter
ist erforderlich. Westernmusik erzeugt das entsprechende Feeling.
21 Ausritt - 9:48
Katrin zieht es mit ihrem Pferd in die Natur. Mit den Mikrofonen im
Ohr geht es vom Reiterhof in Richtung Wald, vorbei an einem Busch mit
Haussperlingen. Geräusche und Gewieher klingen aus dem Pferdestall.
Der Wald empfängt uns mit einem Vogelstimmenkonzert – ein
Rotfuchs [3:14] ist zu hören. Wir schrecken ein Rotkehlchen und
einen Eichelhäher auf. Der Untergrund ist sehr abwechslungsreich
und erzeugt eine vielseitige Stimmung. Durch das [4:55] Röhren
eines Rothirsches lässt sich das Pferd nicht aus der Ruhe bringen.
Wir begegnen einem anderen Pferdeliebhaber. Aus der Ferne ertönen
Kirchen-glocken. Zugsignale warnen schon von weitem vor einem unbeschrankten
Bahnübergang. Bei der Rückkehr wird Katrin mit ihrem Pferd
wieder von dem „Spatzenbusch” und den anderen Pferden begrüßt.
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